Breitband: Stadt fragt bei Netzbetreibern an
Ostenfelde (gl). Der geplante Breitband-Ausbau in Ostenfelde geht in die nächste Runde: Die Stadt Ennigerloh fragt demnächst verschiedene Netzbetreiber, ob sie in den Aufbau und den Betrieb einer Internet-Infrastruktur in dem kleinsten Ennigerloher Ortsteil investieren möchten.
„Es hat sich gezeigt, dass Ostenfelde mit Breitband-Internetanschlüssen unterversorgt ist“, erläutert Wirtschaftsförderer Ludger Holtmann-Niehues.
Eine Umfrage im Herbst vergangenen Jahres habe ergeben, dass sich etwa 40 Prozent der Privathaushalte und 78 Prozent der Gewerbetreibenden in Ostenfelde einen schnellen Internetanschluss wünschten.
„Die Resonanz der Befragung war überwältigend: Wir konnten eine Rücklaufquote von mehr als 40 Prozent verzeichnen. Mit ihrem Engagement haben die Ostenfelder Bürger es uns leichter gemacht, die kommenden Gespräche mit den Netzanbietern zu führen“, betont Bürgermeister Berthold Lülf.
Mit dem guten Ergebnis der Haushaltsbefragung im Rücken möchte die Stadt Ennigerloh nun den Markt erkunden. „Im sogenannten Markterkundungsverfahren wird ermittelt, ob ein Breitband-Ausbau ohne Kosten für die Stadt möglich ist“, erklärt der Ennigerloher Wirtschaftsförderer. Markterkundung bedeute, dass Anbieter aufgefordert würden, Breitbanddienste zeitnah, bedarfsgerecht, zu marktüblichen Bedingungen und ohne finanzielle Beteiligung Dritter anzubieten. „Falls der Anbieter feststellt, dass es sich für ihn nicht rechnet, die Infrastruktur auf eigene Kosten aufzubauen und zu betreiben, zeigt er mit einem Angebot an die Stadt seine Wirtschaftlichkeitslücke an“, so Holtmann-Niehues weiter.
Die Stadt wähle dann das Angebot aus, bei dem der geringste Zuschuss gezahlt werden müsse. „Um diesen Zuschuss zu finanzieren, würden wir Fördergelder bei der Bezirksregierung in Münster beantragen.“ Mit einer Fördersumme in Höhe von maximal 180.000 Euro vom Land Nordrhein-Westfalen könne die Stadt Ennigerloh dabei rechnen. Wie viel Geld vom Land tatsächlich fließen würde, hinge davon ab, wie viele andere Kommunen ebenfalls Fördergelder beantragten, ergänzt Ludger Holtmann-Niehues.
Ob die Fördersumme ausreiche, die Kosten des beauftragten Netzbetreibers zu decken, sei fraglich. Falls nicht, entscheidet der Rat, ob und wie viel die Stadt bereit ist, zusätzlich zu zahlen, um den Breitband-Ausbau zu finanzieren.
Bürgermeister Berthold Lülf hofft, dass diese Fragen bis Ende 2012 beantwortet sind. „Wenn alles gut läuft, dann erhält Ostenfelde frühestens Mitte 2013 schnelles Internet.“
Quelle: E-Paper “Die-Glocke” Artikel von Anke Rautenstrauch
Kommentar von www.ostenfel.de:
Ostenfelde benötigt dringend eine bessere Infrastruktur (Breitband – DSL) damit junge Leute und Familien dem Standort nicht weglaufen und Firmen sich erweitern können.